Hej meine Häschen!

Warum ein Umzug so unbeliebt geworden ist? Ich glaube das fragen sich immer mehr Leute. Ein Tapetenwechsel ist immer wieder etwas Gutes, aber bevor man die neue Wohnung genießen kann muss man umziehen. Das heißt Kartons packen, Möbel auseinander bauen und vielleicht Menschen finden, die Helfen. Doch genau dieses Thema Hilfe ist ein sehr interessantes. Warum ich euch jetzt davon erzähle? Weil es Zeit wird dieses Thema mal anzusprechen.

Ich selber bin nicht umgezogen, aber die liebe Tamara von Tamatheunicorn hatte es vor.  Da ich gespannt gelauscht habe wie viele Helfer kommen würden, war ich schockiert als ich hörte wie viele denn wirklich Menschen helfen werden. Im Prinzip nur ein Mann. Erst nach 17 Uhr sollten zwei weitere Leute dazu kommen. Ich war einfach schockiert und bat schnell meine Hilfe an. Ich wohne aber auch nicht mal eben um die Ecke und so habe ich Sonntag Abend spontan gesagt, dass ich komme. 210 Km liegen zwischen uns. Daher habe ich mich mit der Bahn morgens auf den Weg gemacht. 

Aber warum fahre ich 210 km für einen Umzug? Ich habe bei meiner Schwester schon einmal erlebt, dass 40 Menschen kommen wollten und am Umzugstag kam keine Menschenseele. Da mussten wird dann ran und der kleinen Familie helfen. Heißt, meine Schwester hatte grade ihre kleine Tochter bekommen und auch mein Neffe war erst ein knappes Jahr alt. Da merkte ich, dass Helfen wirklich uncool zu sein scheint.

Ausreden können aber auch wirklich interessant sein. Eine Facebook Bekannte bekam, unter ihrem Helfer Aufruf, die Worte zu lesen „Ich habe Zeit aber absolut keine Lust“. Warum? Was schadet denn das Helfen? Ja man muss eben mal etwas tragen, oder einpacken oder bei der Verpflegung helfen. Es wird vielleicht ein, zwei blaue Flecke oder Muskelkater geben, aber der Umzug geht schnell voran. Vor allem tut man etwas Gutes. Man selber braucht ja auch irgendwann Hilfe. Was passiert, wenn dann alle absagen? Genau es gibt Streit! Doch wenn ihr geholfen habt, dann habt ihr immer noch ein kleines Druckmittel um diese Hilfe einzufordern.

Es ist auch sehr klar, dass manche Menschen arbeiten müssen, oder einfach körperlich nicht können. Das ist eigentlich auch gar kein Problem, aber da gibt es auch immer eine Lösung. Man könnte nach Feierabend noch das Team versorgen, indem man Essen vorbei bringt, oder am Wochenende beim Streichen hilft. Es gibt immer etwas was zu tun ist.

Tamaras Umzug

Nachdem ich Vormittags herzlich empfangen wurde, bekam ich erstmal eine kleine Führung in der neuen Bleibe. Sehr süsse Wohnung, kann ich nur sagen. Sie erklärte mir ihren Plan und und schon ging es los zu Ikea ♥

Zu Dritt liefen wir durch das schwedische Möbelhaus und holten, was noch benötigt wurde. Und dann ging es los mit dem Umzug. Kisten, Möbel und klein Kram tragen, Stufen laufen und brav auch mal seinen Arme stoßen. Auch wenn ich nicht zum 100% belastbar bin (kleines bis mittleres Knie Problem, Einschränkung durch Leberschaden. Da darf ich nur bis zu 8 kg trage) habe ich getragen was ging. Allerdings habe ich Tamara nicht gesagt, dass ich nur bis zu einem gewissen Gewicht heben darf. Auf sowas nehme ich selten Rücksicht.

Den Transporter also ein und ausräumen, zwei Mal. Gegen 17 Uhr gab es dann Unterstützung für das kleine Team. Gut mit Getränken versorgt waren wir gegen 19 Uhr fix und fertig mit dem Umzug.

Nach einer Feierabend Pizza beschlossen wir am nächsten Tag zu streichen. Vorher musste die Farbe gekauft und heim gebracht werden, Also wieder schleppen, trotz Muskelkater. Über alle Schmerzen kann man hinwegsehen, wenn ihr etwas Gutes tun wollt.

Ihre Wunschwandfarbe ist Petrol gewesen und die sollte sie auch bekommen. Mittags wurde also auch noch gestrichen, Karton ausgeräumt und geputzt. Selbst Mittwoch wurde die Farbe nochmal überstrichen bzw ausgebessert. Ich blieb also vier Tage nur um Tamara helfen zu können.

Im Gegenzug wurde ich Abends dann noch liebevoll bekocht. Es gab eine gefüllte Paprika Suppe und eine Runde Netflix.

 

Nach fünf Tagen, streichen, rutschen und co. sieht die Wand nun so aus.

Sieht toll aus, oder?

Warum helfen so wenige Menschen?

Das Frage ich mich wirklich immer wieder. Wann ist es unbeliebt geworden zu helfen? Ich habe keine Ahnung, aber ich werde Menschen helfen, die mir auch helfen. Geben und Nehmen tut uns allen nicht weh und wir alle haben etwas davon.

Noch eine kleine Erwähnung: Es gibt wirklich noch Menschen bei der bahn die ihren Job lieben. So erlebt in der Westfalenbahn. Ich habe mich Donnerstag Morgen (von Rheine nach Braunschweig gegen 9.16Uhr) sehr unterhalten gefühlt 🙂

 

Habt ein schönes Wochenende

 

xoxo Vanessa

7 thoughts on “Warum ein Umzug unbeliebt geworden ist?

  1. Das ist ja lieb von dir. Ich verstehe auch nicht, was so schwer dran ist zu helfen. Leider wollen die meisten immer nur geholfen bekommen aber nie selbst helfen.
    Liebe Grüße Michelle von beautifulfairy

    1. Genau das kenne ich auch. Man muss eben auch etwas tun um Hilfe zu erhalten.
      Hab ein schönes Wochenende.
      xoxo

  2. Ich hatte ja schon auf Instagram kommentiert, wie toll ich es fand, das du geholfen hast und ich kann das nur nochmals wiederholen, wirklich schade, dass es nicht mehr Menschen gibt wie dich 😊, du kannst wirklich stolz auf dich sein 💙, ich wünschte, ich könnte noch so helfen
    Liebe Grüße
    Franzi

    1. Danke dir so sehr <3 Ich glaube nur wirklich, dass dieses Thema wichtig ist. Einfach mal helfen hat doch keinem geschadet bis jetzt.
      Du bist ein Schatz :*

      xoxo

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